Dr. Curtis Runstedler, ein assoziierter IRIS-Forscher, hat ein neues Buchkapitel in der Sammelbandausgabe Dis/Trusting the Digital World in Imaginative Literature veröffentlicht, die bei Edinburgh University Press erschienen ist (herausgegeben von Adam Kelly und Katerina Pavlidi, Mai 2026). Runstedlers Kapitel untersucht die Bedeutung der KI-Konformität in literarischen Erzählungen und nimmt Kazuo Ishiguros Klara and the Sun als Ausgangspunkt, um das Vertrauen in der Interaktion zwischen Mensch und KI zu beleuchten. Mit Fokus auf Klara, der Ich-Erzählerin der „künstlichen Freundin“, argumentiert Runstedler, dass der Roman die Unterwürfigkeit und Gefügigkeit von Robotern hinterfragt. Er zeigt zudem auf, wie extreme Gefügigkeit von Robotern allgemeine Muster des Anthropozentrismus verstärken kann, und betont die Bedeutung von Geschichten und Erzählungen für die Auseinandersetzung mit KI-Themen. Runstedlers Forschung geht auf sein unabhängiges Forschungsstipendium bei IRIS zurück, im Rahmen dessen untersucht wurde, wie Fragen des Vertrauens und des Misstrauens in zeitgenössischen KI-Erzählungen der anglophonen Belletristik thematisiert werden. Runstedler stellte eine frühere Version dieses Beitrags auf der Konferenz „Trusting and Distrusting the Digital World in Imaginative Literature“ an der UCD Dublin im Jahr 2023 vor (ebenfalls von IRIS gefördert), aus der schließlich die aktuelle Veröffentlichung hervorging.