„Netz der Täuschung“ gestartet: IRIS erhält Fördermittel der Vector Stiftung zur Stärkung des Lehrportfolios im Bereich Cybersicherheit
Die kritische Reflexion intelligenter Systeme und ihrer Auswirkungen auf Bildung, Arbeit und Gesellschaft steht im Fokus des „Interchange Forum for Reflecting on Intelligent Systems“ (IRIS) an der Universität Stuttgart. Als interdisziplinärer Forschungsverbund konnte IRIS in der Vergangenheit bereits mehrheitlich Erfolge in der Einwerbung externer Fördermittel verzeichnen, sowohl zur strukturellen Stärkung der interdisziplinären Forschungsaktivitäten mit den Projekten „Reflecting Intelligent Systems for Diversity, Demography, and Democracy“ (IRIS3D) und „Human-Intelligent Systems Interaction and Teaming“ (HISIT), beide gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, als auch der erweiterten Sichtbarkeit durch Aktivitäten des Public Engagements, etwa mit dem Projekt „Fragen an KollegIn KI“ im Wissenschaftsjahr 2022, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Mit dem Projekt „Netz der Täuschung“ fördert die Vector Stiftung mit 140.000 Euro nun die Weiterentwicklung der Lehrangebote von IRIS im Bereich der Cybersicherheit.
Das Projekt adressiert eine Problematik, die mit der „KI-Welle“ eine neue Brisanz erlangt hat: Mit der nahezu selbstverständlichen Nutzung sozialer Netzwerke durch Kinder und Jugendliche gehen neben erweiterten Möglichkeiten auch Risiken und Gefahren einher. Versuche von Täuschung, Manipulation und Betrug sind durch den skalierten Einsatz von KI-Methoden allgegenwärtig geworden und erschweren es zunehmend, die Echtheit von Informationen sicher einzuschätzen und sich wirksam gegen Bedrohungen zu schützen. Um Kinder und Jugendliche für den Umgang mit solchen Herausforderungen zu sensibilisieren, entwickelt ein interdisziplinäres Team unter der Leitung von Prof. Dr. Maria Wirzberger im Projekt „Netz der Täuschung“ ein simulationsbasiertes, interaktives digitales Lernangebot. Als Ansatz einer umfassenden Kompetenzbildung im Bereich der Cybersicherheit ist dieses insbesondere für den schulischen Einsatz im Fach „Informatik und Medienbildung“ in den Klassenstufen 5 und 6 konzipiert. Eine kontinuierliche Einbindung von Lehrkräften, Eltern sowie der Kinder und Jugendlichen selbst bildet dabei einen zentralen Baustein des Projekts, das von Oktober 2025 bis März 2027 gefördert wird. Perspektivisch ist zudem eine Einbindung des entwickelten Angebots in die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften geplant.