D. Roller , B. K. Ane
Der Ansatz der variationalen Geometrie wird oft im Rahmen der rechnergestützten geometrischen Konstruktion (CAGD) benutzt. Dabei geht es z.B. um die Maßeinschränkung
von Freiformengeometrie, um die Reihenfolge bei der Lösung geometrischer Constraint-
Probleme, um Formen für Teilefamilien zu generieren und um flexible Änderungen der Maße
und Funktionen zu ermöglichen.
Während der Gestaltsoptimierung ist eine wesentliche Arbeit des Ingenieurs die Wahl von Parametern. In dieser Hinsicht ist einer der bekannten Techniken für eine robuste
Konstruktion die Methode der Antwortoberfläche (RSM: Response Surface Methodology).
Diese Technik wird verwendet, um eine möglichst gute Parametergestaltung zu identifizieren,
sowie die optimalen Einstellungen auszuwählen und sie unterstützt es, einen Kompromiss im
Falle von widersprüchlichen Anforderungen zu finden.
Problemstellung
Amago (2001) entwickelte die Analyse erster Ordnung (FOA: First Order Analysis) als neues
Konzept für die rechnerunterstützte Entwicklung (CAE: Computer-Aided Engineering) auf
RSM basierend, wobei Topologie und die Bemaßungsoptimierung für eine optimale
Berechnung verwendet werden.
Seither gibt es praktisch keine Forschungsaktivität zur Verbesserung der Fähigkeit der RSM.
Die Fähigkeit ist begrenzt auf E3 Kartesische Räume mit zwei Behandlungsfaktoren. Die
Analyse einer Antwortfunktion von mehr als zwei Faktoren führt zum Problem der übermäßigen Beobachtungen, sowie zur Unfähigkeit die Antworten visuell zu analysieren.
Wenn sich die Zahl der Faktoren erhöht, ergibt sich außerdem eine immer höhere
Wahrscheinlichkeit bei Antworten auf Punkte gleicher Entfernung vom Gestaltungszentrum
nicht die gleiche Präzision zu erreichen. Das bedeuted die Gefahr, in die Falle von "lokalen Optima" zu fallen.
Forschungsziel
Zur Verbesserung der Fähigkeiten der RSM, wird ein Forschungsprojekt“ Umgang mit
Lokalen Optima: Geometrisches Constraint-Lösungs und Modellierungsystem für 5-Achsen
Antwortoberfläche“ mit dem Ziel verfolgt, ein geometrisches Modellierungssystems für die 5-
Achsen Antwortoberfläche zu entwickeln.
Methodologie
Das Projekt besteht aus folgenden vier Phasen:
Phase 1: Der Versuchsplan
Die Ziele sind dabei eine orthogonale und drehbare Gestaltung von „orthogonalen Arrays“
(OA) L9 (34) zu entwickeln und ein fundamentales Konzept für die 5-Achsen
Antwortoberfläche auf drehbaren OA L9 (34) basierend zu entwickeln. Ein orthogonales
Array, oder Taguchi Methode, ist ein typisches Design für Experimente, in denen die Spalten
von unabhängigen Variablen "orthogonal" zu anderen sind.
Phase 2: Die Mathematische Modellierung
Das Ziel ist es, Zuverlässigkeit bei der Kartierung der Oberfläche in der Nähe der Optima zu verbessern. Dazu ist die Entwicklung eines numerischen Modells basierend auf der Methode
des steilsten Anstiegs vorgesehen.
Phase 3: Die geometrische Modellierung
Diese Phase besteht aus drei Prozessen:
a) Punkte-Identifizierung
Die Identifizierung der Punkte basiert auf dem Transformation Algorithmus (Ane, Roller, and
Watanabe, 2006). Der Algorithmus basiert auf dem Faktor-Level und darauf, die
Antwortoberfläche in einer codierten Skalierung, sowie die Koordinaten der Oberfläche im 5-
Achsen sphärischen Raum zu identifizieren.
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nicht drehbare OA L 9(3 4) |

5-Achsen drehbare OA L 9(3 4)
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Abbildung 1: Fundamentales Konzept der 5-Achsen-Antwortoberfläche
b) Fitting der Antwortoberfläche
Das Fitting verwendet den deBoor-Algorithmus auf B-Spline-Kurven basierend, was einer
Verallgemeinerung des Bezier Ansatzes entspricht. Die Kurve verwendet
Mischungsfunktionen, um den Einfluss von einer Reihe parametrischer Knoten zu
kombinieren, so dass eine "lokale Kontrolle" von Kurvenformen zur Verfügung gestellt wird.
Abbildung 2. Anwendung des deBoor Algorithmus
Notiz: Pi1 errechnet sich aus Pi0
0 oder den Kontrollpunkten, Pi2
errechnet aus Pi1
, und so weiter,
bis P0n erhalten, anschließend ist P0n der Wert von P(u).
c) Einpassung der Oberfläche
Die Einpassung der Oberfläche verwendet alle E2- und E3-willkürlichen oder regelmäßigen Profile basierend auf dem B-Spline Ansatz.
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Einpassung der Oberfläche
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Eingepasste Antworten
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Abbildung 3. B-Spline Antwortoberfläche
Notiz: Die B-Spline Oberfläche entspricht einem charakteristischen Polyeder und führt durch
die Eckpunkte der Polyeder, wo die Kanten tangential zu den Kanten des Polyeder sind.
Phase 4: Die Simulation und Programmierung.
Ziel ist es, alle Algorithmen von der Punkteidentifizierung, Fitting der Antwortoberfläche, bis
zur Einpassung der Oberfläche zu synthetisieren, in ein integriertes geometrisches
Modellierungssystem für die 5-Achsen Antwortoberfläche einzubringen, sowie ein
prototypisches Softwaresystem dazu aufzubauen. |